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Bauwerke

Ein Winzer-Wallfahrtsort

Wo früher die stolze Burg Lindenberg stand, steht heute die aus ihren Überresten erbaute Cyriakuskapelle. Die Cyriakuskapelle ist seit ihrer Erbauung in der Mitte des 16. Jahrhunderts ein Wallfahrtsort für Winzer. Klingt speziell, ist aber einfach erklärt: Jedes Jahr am 8. August tragen die Winzer der Region um Lindenberg frühreife Trauben hoch zur Kapelle, um sie auf den Altar zu legen. Sie erhoffen sich davon den Schutz des heiligen Cyriakus für ihre Weinberge - und natürlich, dass Gott ihnen eine reiche Ernte bescheren möge.

Die Cyriakuskapelle Lindenberg

Wer ist aber Cyriakus? Cyriakus soll ein Exorzist gewesen sein, der die Tochter des römischen Kaisers von Diokletian von der Besessenheit befreite. Aus purer Dankbarkeit für diese großherzige Tat schenkte ihm der Kaiser ein Haus. Im Zuge der Christenverfolgungen von Maximilian - dem Mitkaiser Diokletian - ist er ermordet worden, indem er mit Öl übergossen und enthauptet wurde. Cyriakus schrieb man vor allem zu, dass er vor Frost und schlechtem Wetter schützt. So ist es nicht verwunderlich, dass er sich als Schutzheiliger der Weinbauern etablierte und sich gerade in der sonnigen und weinreichen Pfalz größter Beliebtheit erfreut. Auch wird er oft angerufen, sollte man in Versuchung kommen sich auf "böse Skrupel" einzulassen oder auch bei Besessenheit.

Legenden um die Kapelle in der Pfalz

Spannend ist nicht nur die Legende um den Schutzheiligen der Weinbaugebiete, sondern auch die Legende um die Kapelle mit ihrem Freiluftaltar. So wird überliefert, dass die Kapelle eigentlich um einiges tiefer im Tal erbaut wurde, des Nachts aber verschwand und so dank göttlicher Lenkung nun an ihrem heutigen Platz in Lindenberg bei Neustadt an der Weinstraße steht. Dort ist sie ganzjährig für Besucher geöffnet und der heilige Bau kann in seiner ganzen romanischen Schönheit bewundert werden.


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